Endlich: Pestizid-Verbotswelle!

Seit anfangs Jahr dürfte kein Landwirt mehr in der Schweiz das vermutlich krebserregende Fungizid Chlorothalonil verwenden. In Europa wurde zudem die Zulassung des Bayer-Insektizids Thiacloprid nicht erneuert und diejenige der Insektizide Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-Methyl für den europäischen Markt beendet. Die Schweiz hinkt bei Letzteren hinterher.

EU verbietet das Neonicotinoid «Thiacloprid» – und die Schweiz?

Das Insektizid Thiacloprid gehört verboten, weil es Natur, Tier und Mensch vergiftet. Die EU wird es im nächsten April aus dem Verkehr ziehen. Die Schweiz hingegen schläft. Dabei kommt dem Bundesamt für Landwirtschaft ein grober Rechtsfehler zu Hilfe, denn die Bewilligungen für Pestizidwirkstoffe wie auch für die Handelsprodukte mit Namen wie Calypso oder Biscaya sind quasi auf ewig gegeben.

Schleichende Plastikvergiftung

Mikroplastik ist leider allgegenwärtig. Mittlerweile findet sich Plastik in Böden, Süssgewässern, allen Tiefen des Meeres und allen möglichen Lebewesen.

Niemand ist verantwortlich

Innert Tagen sterben 600’000 Bienen: Schuld ist ein verbotenes Insektengift. Der neueste Pestizidskandal ist perfekt. Der Fall Fipronil bringt die fragwürdige Bewilligungs- und Kontrollpraxis des Bundes ans Licht.

Chlorpyrifos kann das ungeborene Kind schädigen

Chorpyrifos kann das Hirn des Ungeborenen schädigen. Bild: PIxabay

Ein besonders tückisches Pestizid ist Chlorpyrifos, ein potentes Insektizid, verwandt mit dem Giftgas Sarin. Zwar hat das Bundesamt für Landwirtschaft die Bewilligungen für Pestizide mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos Ende Mai 2019 widerrufen. Doch die Schweizer Pestizidfirmen lassen sich das nicht gefallen und haben das Verbot gerichtlich angefochten. Das heisst, das Verbot wird leider so schnell nicht wirksam.​​

Scheidenpilz-Infektionen bald nicht mehr kurierbar?

Azol-Fungizide zählen zu den wichtigsten Pestizid-Wirkstoffen und werden breit eingesetzt. LandwirtInnen kennen die Resistenzbildung von Pilzerregern gegen Azol seit langem, machen aber weiter. Nun zeigt sich dass es auch in der Humanmedizin zu Problemen mit Resistenzen kommt, was die Behandlung schlimmer Infektionen sehr schwierig macht.

Mehr als 30‘000 Personen trinken pestizidbelastetes Wasser

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Mehr als 30‘000 Personen trinken pestizidbelastetes Wasser Das Trinkwasser der Zürcher Gemeinden Bülach, Eglisau, Hüntwangen, Rafz, Wasterkingen, Wil sowie von Buchberg und Rüdlingen (Kanton Schaffhausen) stammt aus der Grundwassergewinnung Stadtforen. Dieses Trinkwasser, das mehr als 30’000 Menschen trinken, ist pestizidbelastet, das bestätigt der Stadtschreiber von Eglisau, Martin Herrmann. , Präsidentin des Vereins ohneGift Dies ist […]