Holzschutzmittel vergiften die Raumluft

Beim Einzug in sein neuerworbenes Haus erlebt ein Käufer seltsame Gesundheitsstörungen, wie Kopfweh, Müdigkeit und Übelkeit, die monatelang anhalten. Bei seinen Recherchen findet er ein Gemisch aus drei heute verbotenen Insektiziden und einem Fungizid.

Pestizide auch in Schweizer Luft breit nachweisbar

An vier Messstellen im Aargau, Thurgau und Wallis filterten spezielle Messgeräte (sogenannte Passivsammler) von Mai bis November 2019 Pestizide aus der Luft – sie waren alle auf dem Land von Bio-Betrieben aufgestellt. Insgesamt fanden die ForscherInnen 25 verschiedene Pestizidwirkstoffe oder deren Abbauprodukte

«Selbstverantwortlich wäre ein Verzicht»

Trinkwasser gilt es besser gegen negative Einflüsse zu schützen.

Chlorothalonil hat unser Trinkwasser auf Jahre hinaus grossflächig verunreinigt. Und das Grundwasser weist eine zu hohe Nitratbelastung auf. Die Politik sollte handeln, fordert Kurt Seiler, Kantonschemiker von Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden im Interview.

Babys würden Bio kaufen

Gemäss Prof. Dr. Charles Sultan von der Université de Montpellier ist die Bevölkerung massiven Pestizidbelastungen aus der Luft, dem Wasser und der Nahrungsmittel ausgesetzt. Gerade Kinder seien ihnen tagtäglich ausgesetzt. Pro Tag nehme ein Kind 128 Mal Spuren von 81 verschiedenen chemischen Wirkstoffen auf, von denen 47 als krebserregend gelten.

Pestizide nehmen ländlichen Bewohner*innen den Atem weg

Die Walliser Tageszeitung Le Novelliste hat Dutzende von Zeugenaussagen von Anwohner*innen gesammelt, die unter Symptomen einer Pestizidvergiftung leiden, insbesondere unter Atembeschwerden. Die Erfahrungen werden von Ärzt*innen bestätigt.

Hirntumore bei Kindern: Pestizide stark verdächtigt

Im Zürcher Weinland und im Berner Seeland leiden mehr Kinder an Hirntumoren als in der übrigen Schweiz. In Landwirtschaftsgebieten des Kantons Zürich liegt das Hirntumor-Risiko für Kinder sogar um bis 40 Prozent höher, wie der neueste K-Tipp berichtet. Mutmassliche Ursache: Pestizide.

Wasserleben: Opfer der Intensiv-Landwirtschaft

Der Bundesrat will weiterhin auch Pestizide zulassen, die Wasserlebewesen töten. Die scheinheilige Begründung: Die Populationen würden sich schon wieder erholen. Unsere kaputten und vergifteten Gewässer sind kein Zufall!

Pestizide – schuld an der Cyanobakterien-Pest?

Blaualgen – auch Cyanobakterien genannt, können sich massenhaft vermehren und sogenannte «Algenblüten» bilden. Pestizideintrag könnte eine Ursache für solche Blüten sein. Bei einer solchen im Neuenburgersee sind sechs Hunde nach dem Bad gestorben.

Frauenfeindliche Gifte

Umweltgifte, die in geringsten Mengen die Hormonproduktion unterbrechen: Zum Beispiel Mancozeb, ein vielgebrauchter landwirtschaftlicher Wirkstoff, der unser Hormonsystem empfindlich stört und die weiblichen Eizellen schädigt.

Nachruf Wirkstoff Chlorpyriphos

Geboren in den 1960-Jahren von Dow Chemical in den USA und aus dem Verkehr gezogen in der Schweiz am 30. Juni 2020. Abermilliarden von Insekten hast Du unbarmherzig ums Leben gebracht, im Namen einer sogenannten «produzierenden Landwirtschaft».